Auszeichnung für zwei Bürgerprojekte
„Klangpfad“ und „Respekt“ sind hervorragend

KASSEL. Die bürgerschaftlichen Projekte „Klangpfad Park Schönfeld“ von Prof. Walter Sons sowie „Respekt e.V.“ von Karoline Mischur und Christiane Grysczyk gehören zu den besten Bürger-Ideen Deutschlands. Dieser Auffassung ist die Berliner Stiftung Bürgermut. Sie hat die beiden Kasseler Projekte als herausragende Beispiele für das Online-Netzwerk www.weltbeweger.de ausgewählt. Das Netzwerk wird vom Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend unterstützt. Beide Konzepte seien verblüffend, erfolgreich und regen zur Nachahmung an, würdigt Elmar Pieroth, Gründer und Vorstand der Stiftung. Die beiden Sozialpädagoginnen Karoline Mischur und Christiane Grysczyk bilden seit Februar 2008 ehrenamtlich Jugendliche aus Brennpunktvierteln zu Jugend-Konfliktmanagern aus. Diese unterstützen ihre Freunde, Familie und Clique dabei, Konflikte friedlich zu bewältigen, und tragen die Idee weiter. Die Welt der Klänge, eingebunden in eine Parkanlage, ist der Kern des Projektes des emeritierten Professors Sons. Besucher können mithilfe verschiedener Klanginstallationen das akustische Verhalten bestimmter Materialien und Formen erleben. Das spendenfinanzierte Projekt bereichere nicht nur das kulturelle Angebot der Stadt, sondern werte den Park auf innovative Weise auf, würdigt die Stiftung. (abe)
www.buergermut.de, www.weltbeweger.de
Der vorstehende Artikel erschien in der HNA vom 26. Juli 2010
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Kleines Fest der Klänge im Park Schönfeld

“Nehmen Sie beim Spaziergang am besten immer einen Gummihammer aus dem Baumarkt mit" - das riet der Initiator des Klangpfades im Park Schönfeld, Prof. Walter Sons, den über 100 Besuchern bei einem kleinen Fest, mit dem der nun acht Stationen umfassende Parcours in städtische Trägerschaft übergeben wurde. Das Publikum verfolgte interessiert, wie Klangkünstler Olaf Pyras und die Studierenden Eva Hoffmann und Martin Kalitschke (Foto vorn von links) den Stein-und Metallobjekten Töne entlockte. Dann griffen viele Gäste selbst zum Klöppel. Auch Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse hat's schon ausprobiert und ,,sich sehr sensibel und musikalisch angestellt'', lobte Sons. Auch an normalen Wochentagen klingt, klickt, brummt und plätschert es immer wieder in der Natur des Parks. “Man kann hören, wie der Klangpfad angenommen wird", sagte Gartenamtsleiterin Regula Ohlmeier, die ihr Büro ganz in der Nähe hat.

Wenn Steine summen

Klangpfad Park Schönfeld hat drei neue Objekte, die Lust aufs Ausprobieren machen

Kassel. Jonas holt aus. Der Achtjährige muss sich ein wenig strecken, um mit dem Hammer an die große Holzscheibe zu gelangen. Dann schlägt er gegen das Holz, und ein satter Ton erklingt.
Ausprobieren ist das große Motto auf dem Klangpfad am Park schönfeld. Seit wenigen Tagen hat das von Professor Walter Sons initiierte Projekt drei neue Attraktionen.
"Klanggitter" heißt das Objekt, das Werner Redeker für den Pfad geschaffen hat. An der Treppe, die vom Schlösschen zum Park führt, hat der Künstler ein auf den ersten Blick unscheinbares Geländer angebracht. Durch Streben aus Edelstahl wird es jedoch zum klingenden Kunstwerk. Spaziergänger können mit Stäben gegen das Gitter schlagen und so unterschiedliche Töne erzeugen.
Wenn Menschen den Summstein von Gunnar Ravn ausprobieren, ist das zugegeben ein etwas merkwürdiger Anblick. Die Skulptur hat ein Loch, in das der Besucher seinen Kopf stecken muss. Wenn er dann zu summen beginnt, verstärkt der Stein das Geräusch, bis ein intensives, vibrierendes Brummen entsteht.
Schon optisch ein Erlebnis ist der Klangbalken von Michael Wilkens. Unten eine aufwändige Konstruktion aus dunklem Holz, oben hängt zwischen den Bäumen eine große Scheibe. Mit speziellen Hämmern kann der Besucher Balken und Scheibe anschlagen und so sein Rhythmusgefühl schulen. Beim Aufbau halfen die Mitarbeiter der kommunalen Arbeitsförderung tatkräftig mit. Sie gossen die Fundamente und installierten die Einzelteile.
Mit den neuen Werken umfasst der Pfad nun sechs Klangobjekte. Zehn sollen es am Ende sein. Doch noch fehle das Geld, um auch die restlichen Projekte umzusetzen, sagt Walter Sons. Weitere Informationen und die Spendenkontonummer gibt es im Internet. (pdf)
Der vorstehende Artikel erschien in der HNA vom 15. Oktober 2009, s. auch:
Der folgende Link enthält Links auf Berichte aus der Hessischen Allgemeine (HNA)
vom 21. März, 25. August und 5. September 2006:

Weitere Links:

Kassel Kulturhauptstadt 2010 - Ideenbörse:
21.03.06: Klingende Marmorstelen für den Park - Verein Schlösschen Schönfeld ermöglicht den Start des Klangpfad-Projekts von Prof. Walter Sons:

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